Bio-Landwirtschaft

Was ist biologische Landwirtschaft?

Biologische Landwirtschaft folgt klaren Prinzipien: Sie setzt auf betriebliche Nährstoffkreisläufe, Bio-Vorgaben für Tierhaltung, Pflanzenschutz und Düngung, Maßnahmen zur Bodenfruchtbarkeit, den Verzicht auf Gentechnik und geregelte Produktionsstandards.

  • Biologischer Acker- & Landbau

    Der biologische Ackerbau basiert auf Grundprinzipien, die Boden, Pflanzen und natürliche Kreisläufe langfristig stärken und im Gleichgewicht halten.

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  • Biologische Tierhaltung

    Bio-Nutztierhaltung folgt klaren Regeln für Haltung, Fütterung und Tiergesundheit: mit Vorgaben zu Platz, Auslauf, Bio-Futter und zum gezielten Einsatz von Medikamenten, wenn sie erforderlich sind.

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Die sieben Prinzipien der biologischen Landwirtschaft

Geschlossene Kreisläufe

Das bedeutet, dass die Tierhaltung eng mit dem Pflanzenbau gekoppelt ist. Am Acker werden neben den Verkaufsfrüchten auch Futterpflanzen für die Nutztiere angebaut, die dann an diese verfüttert werden. Der Dung der Tiere wird wieder dem Boden zugeführt, sowie auch die Erntereste. Das organische Material im Boden kommt den Pflanzen zu Gute, die sich daraus Nährstoffe holen. Es entsteht ein Kreislauf.

Tierhaltung nach definierten Standards

Für Bio-Nutztiere gelten gesetzliche Vorgaben zu Haltung, Platzangebot, Zugang ins Freie und Fütterung. Diese Anforderungen unterscheiden sich je nach Tierart und werden regelmäßig kontrolliert. Dazu zählen unter anderem festgelegte Mindestflächen, Vorgaben zum Auslauf und Fütterung nach den Bio-Regeln.

Pflanzenschutz

Es dürfen in der Bio-Landwirtschaft keine chemisch - synthetischen Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Die Bio-Landwirtschaft setzt auf vorbeugende, biologische und mechanische Maßnahmen, um Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter einzudämmen. Zu diesen Maßnahmen zählen eine gut geplante Fruchtfolge, geeignete Arten- und Sortenwahl, Schutz und Förderung von Nützlingen, sowie eine durchdachte Bodenbearbeitung.

Bodenfruchtbarkeit

Der Boden bildet die Grundlage für unsere Ernährung. Ein gesunder, fruchtbarer Boden fördert gesunde und kräftige Pflanzen. Der Bio-Landwirt unterstützt die Bodenfruchtbarkeit unter anderem durch eine sachgerechte Düngung, vielfältige Fruchtfolge und geeignete Bodenbearbeitung. Weiteres verzichtet er auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Stickstoffdünger. Bodenlebewesen und Humus werden von den Bio-Landwirten gezielt gefördert.

Düngung

In der Bio- Landwirtschaft dürfen keine mineralischen Stickstoffdünger verwendet werden. Statt mineralischen Düngemitteln werden organische Düngemittel eingesetzt. Fruchtfolgen mit hohen Leguminosenanteil liefern wertvollen Stickstoff. Natürliche Prozesse und die Boden-Pflanzen-Wechselwirkungen werden berücksichtigt.

Verzicht auf Gentechnik

Die biologische Landwirtschaft verzichtet komplett auf Gentechnik. Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) und Erzeugnisse, die aus GVO erzeugt wurden, sind mit dem biologischen Produktionskonzept unvereinbar.

Hochwertige Lebensmittel

Bio-Lebensmittel stehen für eine gesetzlich geregelte Produktionsweise. Die Bio-Vorgaben betreffen unter anderem Anbaumethoden, zulässige Zusatzstoffe, Betriebsmittel und Kontrollen.

Quellen

  • Wachendorf, Bürkert und Graß (2018) Ökologische Landwirtschaft. Stuttgart. Verlag Eugen Ulmer.
  • EU-Bio-Verordnung (EU) 2018/848

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